In St. Leonhard in Graz prägen Gründerzeithäuser das Bild. Im Herz-Jesu-Viertel haben sie drei bis vier Altgeschosse, und die Stadt rechnet das in fünf Neubaugeschosse um. Dazu kommt das Hochhaus am Leonhardgürtel 10 mit zehn Geschossen. Ein Installateur arbeitet hier also in vielen Geschossen.
Herz-Jesu-Viertel: Gründerzeitbebauung in Blockrandbebauung
Nördlich der Schörgelgasse schließt die große Gründerzeitbebauung des Herz-Jesu-Viertels an. Die Häuser stehen in Blockrandbebauung. Die Altgeschosse entsprechen laut Stadt fünf Neubaugeschossen. Der Bebauungsplan wurde im Oktober 2003 beschlossen.
Im Notfall kann der Weg durch viele Geschosse lange dauern. Die Angaben gelten für den Plan, nicht für jedes einzelne Haus.
Gartengasse und Naglergasse: Geviert mit Wohnhof
Gartengasse, Naglergasse, Morellenfeldgasse und Schillerstraße umschließen ein Geviert. Dort stehen 17 gründerzeitliche Wohnhäuser mit 3 bis 4 Geschossen (Beschluss vom August 2002). Die Häuser stehen um einen Innenhof von rund 130 Meter Länge und 43 Meter Breite.
Viele Häuser im Geviert haben keine Einfahrt. Dort kann ein Notdienst auf der Straße parken und das Material ins Haus tragen.
Hochhaus am Leonhardgürtel 10: lange Steigleitungen im Haus
Das Hochhaus am Leonhardgürtel 10 hat 10 Geschosse und ein Dachgeschoss. Der Bebauungsplan stammt vom April 2007. In hohen Häusern laufen die Hauptrohre nach oben, das macht lange Steigleitungen nötig.
Für das Gelände am Kroisbach verlangt die Stadt Hochwasserschutz. Tiefgaragen sind dort als wasserdichte Wanne auszuführen. Zwischen Merangasse und dem Areal der Energie Steiermark stehen drei Wohnblöcke aus den 1960er Jahren mit 8 bis 9 Geschossen. Der Bezirk hat damit Altbau und Hochhaus der Nachkriegszeit nebeneinander.
Rückstau, Bäche und Plangebiet: Keller im Hochwasserbereich
Am Leonhardgürtel liegt ein öffentlicher Mischwasserkanal, in der Schörgelgasse ein Kanal. Regen und Abwasser laufen dort im selben Rohr. Bei Starkregen kann es zu Rückstau kommen.
Das Gebiet Leonhardstraße und Pappenheimgasse liegt laut Plan im Hochwassergefährdungsbereich HQ100, die Ausweisung stammt von 2013. Das ist ein Hinweis für Rückstauklappen und Kellerschutz. Belegt ist nur dieses Plangebiet, nicht der ganze Bezirk.
Leonhardbach und Kroisbach fließen großteils unter Straßen und Häusern. Das letzte schwere Hochwasser der beiden Bäche war 1913. Danach wurden die Bäche im Stadtgebiet reguliert. Der Leonhardbach gehört zum Hochwasserschutzprogramm „Grazer Bäche“, die Stadt führt dort Bauabschnitte (Folder 2021).
Im Plangebiet Leonhardstraße darf Regenwasser nicht in den Kanal und muss auf dem eigenen Grund versickern. Die Stadt verlangt dort außerdem einen Fußboden 50 Zentimeter über der Straße und keine straßenseitigen Kellerfenster. Das ist ein Grund, Dach- und Hofentwässerung sauber zu planen.
Befund Graz: Wasser im Versorgungsgebiet von St. Leonhard
St. Leonhard gehört zum Versorgungsgebiet Befund Graz der Holding Graz. Die Holding Graz nennt für das Grazer Leitungswasser 2025 eine Gesamthärte von 15 bis 18 °dH (Stand: 2025). Der Befund von 2025 lag bei 16,2 °dH, ohne Aufbereitung (Stand: Juni 2025). Die Probe stammt vom 4. Juni 2025 und kommt aus der Wiener Straße 339 in Gösting. Einen Messwert in St. Leonhard gibt es nicht.
Ein Messwert gilt für das Versorgungsgebiet, nicht für ein einzelnes Haus. In derselben Probe lag Blei unter 3 µg/l, der Grenzwert liegt bei 10 µg/l. Die Probe sagt nichts über Hausleitungen in St. Leonhard.
Kalk scheidet sich ab 60 Grad vermehrt ab. Boiler und Warmwasserthermen erwärmen das Wasser oft über diese Temperatur. Deshalb können Entkalken und Wartung wichtig sein.
Miete und Wartung: Wer in St. Leonhard was tragen muss
Die Stadt Graz hat in St. Leonhard nur 67 von 11.436 Einweisungsrechten für Mietwohnungen (Stand: Januar 2025). Viele Wohnungen gehören also privaten Eigentümern und Vermietern. Der Hauptmieter muss die Wasserleitungen und Einrichtungen der Wohnung warten und instand halten, so dass niemand einen Nachteil hat (§ 8 Abs 1 Mietrechtsgesetz). Ernste Schäden muss er melden.
Der Vermieter muss mitvermietete Thermen und Boiler erhalten (§ 3 Abs 2 Z 2a Mietrechtsgesetz).
Barrierefreies Bad im Altbau: Stufen und ältere Bewohner
Gründerzeithäuser haben oft hohe Gebäudesockel und hohe Altgeschosse. Dann gibt es am Eingang oft Stufen und in den Stiegenhäusern viele Stufen. Rund jeder Fünfte im Bezirk ist 60 oder älter, nämlich 21,9 Prozent (Stand: Januar 2026). Für diese Menschen ist ein Bad ohne Schwelle mit Haltegriffen ein wichtiges Thema.
Wie das geht, zeigt die Seite Badumbau mit neuen Leitungen.
Lage von St. Leonhard in Graz
Auf der Karte sehen Sie St. Leonhard östlich der Inneren Stadt. Hier stehen hohe Gründerzeithäuser neben dem Hochhaus am Leonhardgürtel.

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